Gipfelbuch #2 – Hike

Schmuggel und vergessene Ausrüstung. Die Pfadis kommen nie zur Ruhe!

19.7.2017

Geweckt wurden wir heute von den Helikoptern, die bei der Militärseilbahn Beton auf den Berg transportiert haben. Den ganzen Morgen lärmten sie! Danach haben wir «Saubulldoggen» als Morgenturnen gespielt. Wir wurden alle ein wenig schlammig.

Beim Morgenessen gab es superfeine Porridge-Bällchen aus den Resten vom Vortag. Irgendwann lungerte plötzlich ein klugscheissender Bergsteiger auf unserem Lagerplatz herum und beschwerte sich über unsere Lagerbauten. Bei einem Geländespiel lernten wir wie man Waren von Göschenen nach Airolo schmuggelt. Wir verdienten uns so das Mittagessen. Teigwaren mit Tomatensaucen und Käse, das alles kochten wir in unseren Gruppen über dem Feuer.

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Bei den anschliessenden Ämtli gab es einen schlimmen Platzregen. Es windete auch stark. So mussten wir bei einigen Zelten einen Graben ausheben alle neu abspannen. Wir hatten danach viel Freizeit und anschliessend hat uns der Klugscheisser mit einem Quiz über Meteorologie herausgefordert. Wir wussten alles. Er haute ab. Dann gab es Abendessen: Thai Curry mit Gemüse. Alle haben aufgegessen!

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Wir Piostüfler führten unser traditionelles Morgenyoga durch. Leider ohne Idefix, weil er das Aufenthaltszelt neu abspannen musste. Während die Pfadistüfler am Geländespiel waren, gruben wir einen Erdbackofen um ein Poulet mit Gemüse darin zu backen. Dazu mussten wir Steine erhitzen um sie in das Erdloch zu legen. Leider schmolz uns einen Pfaditopf weg. Das Gemüse funktionierte gut, das Poulet mussten wir danach noch grillieren.

Während dem Block von Saphira lernten wir uns besser zu orientieren und bastelten einen Kompass aus Petflaschen-Deckeln und Nadeln, die wir mit einem Magent polarisiert haben.

Yakari, Halesia, Fiocca, Elua für die Pfadistufe
Cheeky, Orisha und Sphira für die Piostufe

20./21.7.2017

Am Morgen machten die Butzen mit Janduya Yoga und lösten dabei ihre vom Schlaf verspannten Muskeln. Dann kam Hazel Müller und wollte den Gipfel mit den Pfadis besteigen. Diese haben sie dann darauf hingewiesen, dass sie gar kein Material dabei hat. Also mussten die Pfadis los, um das Material zu organisieren. Aufgabe war es, möglichst viele Ausrüstungsgegenstände zu fotografieren. Folgende Texte sind die Erlebnisberichte der einzelnen Gruppen.

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Sangi, Halesia, Elua, Orisha, Tatsu

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Unsere Gruppe sollte mit dem Bus an den Ausgangspunkt gelangen. Doch leider verpassten wir diesen und mussten laufen. Octavia und Gignol nahmen uns beim Iffigenfall mit und fuhren uns an den Bahnhof. Wir gingen stundenlange geradeaus und pausierten dann bei einem Flugplatz. Wir gingen weiter (geradeaus) bis wir in Zweisimmen ankamen. Dort bekamen wir vom Beck die Resten und wir machten uns auf die Suche nach einer Übernachtung. Nach vielen Versuchen endeten wir per Zufall beim gleichen Haus, in dem auch Ilva vor zwei Jahren übernachtet hat. Der Mann, der Scherenschnitte gestaltet, und seine herzliche Frau haben wirklich ein Herz für die Pfadis. Wir wurden «geschöggelet» mit Kakao und Glacé. Am nächsten Morgen wanderten wir in der Hitze zurück in die Lenk und trotz Trötzli kamen wir schlussendlich auch in der Iffigenalp an.

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Doch halt, die Piostüfler hatten noch einen Spezialauftrag: Sie mussten die Lehre der Waldkommune verbreiten und neue Mitglieder suchen. Dazu mussten sie ein überzeugendes Werbeplakat mit einem Slogan gestalten und fotografisch die bekehrten Passanten festhalten. Hier ein Foto von Orisha und dem frischgewonnenen Mitglied: Der Gemeindepräsident von Zweisimmen Ueli.

Janduya, Bengali, Biccara, Kaja, Yakari

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Wir wurden mit den Autos an unseren Ausgangspunkt gebracht. Also beinahe. Leider blockierte uns ein Fahrverbot. Der nette Bauer, der hinter uns fuhr, nahm uns dann im Anhänger mit zum Berg. Von dort aus gingen wir steil auf den Trütlisbergpass. Dort pausierten wir für eine längere Zeit und Yakari verlor sein Portemonaie. Nach einem genau so steilen Abstieg folgte eine kurze Badepause in einem Bergtümpel voller Algen. In unserem Zielort Lauenen angekommen schenkte uns das erste Hotel, das wir fragten, die Übernachtung. Wir assen dort auch zu Abend, da die Läden bereits zu waren. Wir duschten alle (ausser Kaja) und schliefen sehr entspannt. Am nächsten Morgen standen wir um 7:00 Uhr auf und machten uns auf den Rückweg. Bengali musste leider von Octavia abgeholt werden, da seine Blasen an der Achillessehne zu sehr schmerzten. Dafür fand Yakari auf der Passhöhe sein Portemonaie wieder und kaufte sich in der Lenk ein Ben&Jerrys.

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Maimuna, Swala, Saphira, Lingua, Wukai

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Wir wurden mit den Autos ins Chelmatt, oberhalb von St. Stephan, gefahren. Ohne Fahrverbot. Nachdem wir 700 Höhenmeter geschafft haben, machten wir eine Trinkpause und assen unser Mittagessen. Der Weg zog sich und vor uns breitete sich eine wunderschöne Hügellandschaft aus. Wir durchquerten ein Sumpfgebiet und schlenderten schlussendlich einem Fluss im Tal entlang. Angekommen in Gstaad, fragten wir zuerst alle Hotels an, doch leider waren alle wegen einem Tennismatch ausgebucht. Bei einer Bäckerei fragten wir, ob wir das alte Brot haben können und die Bäckerin hatte uns so gern, dass sie uns auch gleich die Übernachtung bei einer Verwandten organisierte. Wir bekamen Torten, Spaghetti Bolognese und ein königliches Frühstück geschenkt. Mit dem Geld, das wir hatten, kauften wir der Familie eine Merci-Schokotafel. Um 8:30 gingen wir los und nahmen den gleichen Rückweg in den Angriff. Wir warteten dann an unserem Ausgangspunkt wieder auf die Leiter. Diese fuhren uns unter den Iffigfall und wir wanderten noch 30 Minuten auf den Lagerplatz.

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Birbo, Cheeky, Tilk, Kolibri, Litschi, Deborah

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Wir mussten als einzige Gruppe nicht an einen Ausgangspunkt gefahren werden. Wir starteten am Lagerplatz und wanderten über die Langenmatte. Unterwegs trafen wir einen spektakulären Wasserfall an. Das ganze Tal war überflutet und nur der Weg frei begehbar. Überall standen Warnschilder, die darauf hinwiesen, sich vor den Wellen in Acht zu nehmen. Der Simme entlang gingen wir bis wir das Dorf Lenk erreichten. Dort bekamen wir von einem Bäcker das alte Brot und suchten unser Übernachtungsplatz. Wir fanden ein «Heuboden» zentral im Dorf direkt neben dem Kino. Gignol hat beim Wocheneinkauf eine Torte für sich gekauft und diese auf dem Autodach liegen gelassen. Dummerweise fuhr er, ohne diese ins Auto einzuladen, ab und wir suchten die Torte im Coop-Parkhaus. Leider aber nichts gefunden. Begleitet von Blitz, Donner und Birbos Gute-Nacht-Geschichte gingen wir schlafen, um am nächsten Morgen früh wieder auf die Iffigenalp zu wandern.

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Frodo, Makan, Fiocca, Soraya, Stria

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Wir starteten nach einer langen Autofahrt in Bühlberg und gingen über den Hahnemospass. Frodo wollte eingentlich mit den Trottinets «bschiisä» aber wir Pfadis hielten dagegen. Beim Abstieg riss der Rucksackbändel von Makan und Frodo trug von da an sein Gepäckstück auch noch auf dem Rücken. In Adelboden angekommen, fragten wir diverse Orte nach einem Dach über dem Kopf, bis wir schlussendlich im Touristenzentrum gelandet sind und diese leiteten uns an die Heilsarmee weiter. Wir bekamen einen schönen Übernachtungsplatz und das Beste: eine Dusche. Wir richteten uns ein und Frodo lud uns beim Take-Away auf Pizza, Döner, Pommes und Hamburger ein. Wir haben dummerweise den Auftrag von Hazel falsch verstanden und meinten, wir müssen die Klettergegenstände mitnehmen und nicht nur Fotos davon machen. So haben wir von einer Familie eine Sonnenbrille und von der Heilsarmee eine Wanderkarte erhalten. Beim Rückweg wollten wir alle «bschiisä» aber dummerweise war das Gondelbillet zu teuer. Bei der Pause nach dem Aufstieg spielten wir Schach, Töggelichaste und Frodo gönnte sich ein Mittagschläfli. Wieder zurück beim Ausstiegspunkt warteten wir eine Stunde und tranken Rivella bis die Autos uns wieder abholten. Wir liefen dann zusammen mit der Gruppe von Birbo zurück zum Lagerplatz.

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Beim Lagerplatz entspannten sich die Pfadis bei einem Chillout-Block, während sich die Leiter damit abmühten das Material und Schlafzelt wetterfest zu machen.

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Zum Abendessen gab es dann «Hörnli und Ghackets». Es schmeckte allen sehr. Danach fing es an zu regnen; zum Glück spenden die Zelte genügend trockene Fläche. Ausserdem hatten die Pfadis heute Besuch von der Wolfsstufenleiterin Chira, die fürs SoLa netterweise ihre Slackline zur Verfügung gestellt hat.

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Chiras Gang durchs Lager